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Einen Scheiß muss ich – Zeit, wieder selber zu denken!

Studieren? Einen sicheren Job? Sport treiben? Oder ein Leben wider die Konvention?

Wie kannst du nur? Was machst du nur? Was hast du bloß getan?

Dass das Ding in die Hose geht, war von vornherein schon klar

Sei nicht albern, bleib gescheit und lass die Träumereien

Werd‘ endlich erwachsen, das muss so sein

All die neunmal klugen Worte, ich kann sie nicht mehr hören

Ihr habt nie etwas gewagt, deshalb nie etwas verloren

Wilde Jungs aus dem Lied „Ich muss nen Scheiß“

Erstens kommt es anders – und zweitens als man denkt

Wäre es nach ihren Eltern gegangen, hätte alles so schön einfach sein können. Als sogenanntes „Kind aus gutem Hause“ hatte Julie alle Voraussetzungen, um ihren Weg zu gehen? Ihren Weg? Wohl eher den Weg, den man für sie vorbestimmt hatte. Schule, Abitur, Studium zur Werbefachfrau, Einstieg in die Firma des Vaters. So hatten sich Julies Eltern den Werdegang ihrer Tochter vorgestellt. Doch es kam alles anders.

Julie hat tatsächlich Abitur gemacht und auch ein Studium begonnen. Aber dann war die Leidenschaft für Mode einfach größer als der Druck der Konventionen. Julie hat ihr Studium geschmissen und zusammen mit ihrer besten Freundin ein Mode-Startup gegründet. Und zwar gegen den Willen ihrer Eltern. Gegen den Rat der meisten ihrer Freunde. Gegen jegliche, vermeintliche Vernunft.

Wer mit Konventionen bricht, der kann sich auf was gefasst machen

Man wird sich wohl wundern, was ist denn passiert?

Wir haben doch alles schön vorprogrammiert

Hier kann man doch wirklich ganz anständig Leben

Doch gegen Normalität bin ich immun

Und was hat Langeweile mit Anstand zu tun?

Da muss es doch noch was Anderes geben

Da irgendwo draußen zieht das Leben vorbei

Doch es findet mich nicht in dieser Einöderei

Dritte Wahl aus ihrem Lied „Morgen schon weg“

Fast alle Menschen die sich für eine unkonventionelle berufliche Karriere oder Lebensweise entscheiden oder die bestehenden Konventionen auf andere Weise anzufechten versuchen, müssen mit Opposition vonseiten der Autoritäten und Verfechtern des Status quo rechnen. Menschen mit unkonventionellen Ideen bedrohen den Kern dieser Konventionen und werden daher ausgegrenzt.

„Das ist nun einmal so!“, „Das macht man nicht!“ oder „Das haben wir schon immer so gemacht!“ sind einige der beliebtesten Sätze all derer, die die Klaviatur der gesellschaftlichen Norm perfekt beherrschen. Doch genau diese Menschen sind auch diejenigen, die nie die Verantwortung für sich übernehmen. Das kann man glauben oder nicht. Aber diese Menschen, all die Neinsager, Konformisten und Besserwisser können sich immer hinter jemandem oder etwas verstecken. Hinter Autoritäten, hinter gesellschaftlichen Normen, hinter dem Staat. Und da können sie eine breite Masse hinter sich scharen.

Alles müssen? – wie wir wieder Herr im eigenen Haus werden

Wir alle wissen: Mangelnde Faulheit kann zu Burnout führen. Dennoch leiden immer mehr Menschen unter maßlosem Müssen. Aber müssen wir wirklich abnehmen, aufräumen und uns ökologisch korrekt verhalten? Vorwärtskommen im Job, zu allem eine Meinung haben und rausgehen, wenn die Sonne scheint? „Nein!“ Diese Einleitungssätze aus Tommy Jauds Erfolgsbuch „Einen Scheiß muss ich“ treffen den Nagel auf den Kopf.

Wir müssen nicht alles essen, was uns die Konventions-Fanatiker täglich aufs Brot schmieren. Wer in der Neubausiedlung nicht samstags seinen Wagen wäscht und seinen Rasen höher als 2,5 cm wachsen lässt, ist gebrandmarkt. „Eine Schande für die ganze Nachbarschaft“, wie die Ärzte titeln würden.

Zeit, wieder Herr im eigenen Haus zu werden. Selbstverständlich, wer schlank und fit sein möchte, sollte sich bewegen und ausgewogen ernähren. Wer Karriere im Job machen will, sollte mehr als acht Stunden im Büro absitzen. So weit, so gut. Aber irgendwo hat dieser Selbstoptimierungswahn seine Grenzen. Wo bleibt da die Freiheit?

Von Heulsusen, Jammerlappen und Neinsagern – bin ich ein Blitzableiter?

Eigentlich könnte alles so einfach sein. Wir lassen uns einfach gar nicht stören von all den Nörgeleien, Jammereien und negativen Blitzen. Aber was tun, wenn sich solche Menschen in unserem direkten Umfeld befinden? Mein Chef als Tyrann, die Ehefrau mit negativen Gedanken und die ständig nörgelnden und jammernden Eltern. Klar, einfach abhauen und die Zelte abbrechen und abhauen wäre eine Möglichkeit, funktioniert aber nicht immer.

Wäre wir nicht alle gerne ein kleines Stückchen „Julie“?

Die Lösung liegt auf der Hand: Seid einfach ein bisschen wie Julie. Denn genau wie all die schlechten Gedanken ist auch positive Energie ansteckend. Und Julie hat es geschafft. Nach einer harten Phase, in der Julie oft angeeckt ist, sind alle Lästermäuler, Quälgeister und Besserwisser verstummt. Sie hat es mit ihrem Business geschafft, sich unabhängig zu machen von allen Konventionen und dem vorgeplanten Lebenswurf ihrer Eltern. Und sie kann ganz gut davon Leben. Mittlerweile arbeiten übrigens nicht nur einige Freunde, sondern auch Julies Mutter für sie. Die einzigen, die jetzt noch Redebedarf haben, sind ihre Neider. Und die werden wahrscheinlich nie verstummen. Denn wie sagt schon der Volksmund: „Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen!“

Über Micha

Michael Noetzelmann ist gelernter Diplom-Verwaltungswirt, Projektleiter, Entrepreneur, Freigeist und Autor. Besonders wichtig sind ihm liberale Denkansätze und die breitgefächerten Themenbereiche Erfolg und Freiheit,

3 Kommentare

  1. Sehr guter Artikel, DANKE!!!

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