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30.000 VW Mitarbeiter müssen sich einen neuen Job suchen

Digitalisierung und Stellenabbau bei VW

Seit dem 18. September 2015 erschüttert der aufgedeckte Abgasskandal den niedersächsischen VW-Konzern. Um die besonders rigiden US-amerikanischen Abgasnormen dadurch zu umgehen, hatte Volkswagen ganz einfach eine illegale Abschalteinrichtung innerhalb der Motorsteuerung der Dieselfahrzeuge genutzt. Nach einer Aussage des Bundesverkehrsministeriums sind von den unzulässigen Modifikationen innerhalb der Motorsteuerung nicht nur die für den US-Export vorgesehenen Dieselfahrzeuge aus der Produktion von Volkswagen betroffen. Auch Autos, welche in Europa zum Verkauf gelangten sowie Modelle der Marken Audi und Porsche, weisen die illegalen und unzulässigen Veränderungen in der Motorsteuerung auf. Volkswagen musste inzwischen sogar einräumen, dass die entsprechende Software zum Motormanagement weltweit in annähernd 11 Millionen Fahrzeugen eingesetzt wird. Angeregt wurde die Aufdeckung des VW-Abgasskandals durch die US-amerikanische Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA).

Die Konsequenzen

Der VW-Abgasskandal hatte nicht nur Konsequenzen für die Wolfsburger Hersteller. Er weitete sich sogar zu einer veritablen Krise für die weltweite Automobilindustrie aus. In Amerika, Asien und in Europa kam es zu umfangreichen Rückrufaktionen. Der VW-Vorstand Martin Winterkorn trat zurück und der Konzern bildete Rückstellungen in Höhe von insgesamt 6,5 Milliarden Euro, was der Hälfte eines Jahresgewinns entsprach. Gleichzeitig sprach Volkswagen eine Gewinnwarnung aus. Es gab diverse technische Modifikationen bei Volkswagen selbst und auch bei dem betroffenen Zulieferer Bosch.

Bis zu 30.000 Stellen fallen weg

Nun kündigte der Volkswagen-Konzern den Wegfall von insgesamt bis zu 30.000 Stellen, überwiegend in der Bundesrepublik Deutschland, an. Die personelle Verschlankung soll den Wolfsburgern bis zum Jahr 2020 eine Verbesserung des operativen Betriebsergebnisses in Höhe von 3,7 Milliarden Euro pro Geschäftsjahr bescheren. Gleichzeitig werden jedoch 9.000 neue Stellen im Bereich der IT geschaffen. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich der Software-Entwicklung. In Berlin hat VW inzwischen als Startup ein eigenständiges Software-Labor aus der Taufe gehoben. Dieses soll völlig neue Lösungen entwickeln, muss allerdings gegenwärtig erst einmal den Anschluss an die Software-Schmieden anderer Autohersteller schaffen.

Über Timm Schaffner

Timm Schaffner
Timm ist gelernter Betriebswirt und textet seit mittlerweile 4 Jahren für diverse Blogs und Portale. Seit 2016 auch für geschäftliche Kunden mit seiner eigenen Content-Agentur.

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